Das Orchideenhaus (kartoniertes Buch)

Roman
ISBN/EAN: 9783442475544
Sprache: Deutsch
Umfang: 540 S.
Format (T/L/B): 3.7 x 18.8 x 12.5 cm
Einband: kartoniertes Buch
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Jedes Haus hat sein Geheimnis. Und jede Liebe ihren Preis Als junges Mädchen verbrachte Julia Forrester jede freie Minute bei ihrem Großvater, einem bekannten Orchideenzüchter, im Gewächshaus von Wharton Park. Nach einem schweren Schicksalsschlag führt der Zufall Julia Jahre später noch einmal zu dem Anwesen zurück. Der jetzige Besitzer Kit Crawford überreicht ihr ein altes Tagebuch, das bei den Renovierungsarbeiten gefunden wurde und womöglich Julias Großvater gehörte. Als Julia ihre Großmutter Elsie mit dem Tagebuch konfrontiert, drängt ein jahrelang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht, das auch Julias Leben komplett verändern wird.
Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben - und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.
In Siam sagt man, wenn ein Mann sich leidenschaftlich und unwiderruflich in eine Frau verliebe, sei er in der Lage, sie f?r sich zu gewinnen und sie dazu zu bringen, dass er ihr wichtiger sei als alle anderen M?er. Es war einmal ein Prinz von Siam, der sich so in eine Frau seltener Sch?nheit verliebte. Er warb um sie und errang sie, doch wenige N?te vor der Hochzeit, anl?lich derer landesweite Feiern stattfinden sollten, wurde der Prinz unsicher. Er wusste, dass er ihr seine Liebe mit einer eindrucksvollen und heroischen Tat beweisen musste, um sie f?r alle Zeiten an sich zu binden. Dass er etwas finden musste, das genauso selten und sch?n war wie sie. Nach langem Nachdenken rief er seine drei treuesten Diener zu sich und erkl?e ihnen, was sie tun sollten. ?Ich habe von der Schwarzen Orchidee geh?rt, die in meinem Reich w?st, hoch oben in den Bergen des Nordens. Die sollt ihr f?r mich aufsp?ren und mir in den Palast bringen, damit ich sie meiner Prinzessin an unserem Hochzeitstag schenken kann. Den, der sie findet, mache ich zum reichen Mann. Die beiden, denen es nicht gelingt, werden meine Hochzeit nicht erleben.? Die Herzen der drei M?er, die sich vor ihrem Prinzen verneigten, waren voller Angst, denn sie wussten, dass sie dem Tod ins Auge blickten. Die Schwarze Orchidee war eine sagenumwobene Blume. Wie die juwelengeschm?ckten goldenen Drachen an den Bugen der k?niglichen Barkassen, in denen der Prinz zum Tempel gleiten w?rde, um mit der Prinzessin den Bund f?rs Leben zu schlie?n, geh?rte sie ins Reich der Legenden. An jenem Abend kehrten alle drei M?er zu ihren Familien zur?ck, um Abschied zu nehmen. Einer von ihnen, der in den Armen seiner weinenden Frau lag, war schlauer als die anderen. Bis zum Morgen dachte er sich einen Plan aus und machte sich auf den Weg zu den schwimmenden M?ten, wo man Gew?rze, Seide und Blumen erwerben konnte. Dort erstand er eine pr?tige, tiefrot-rosafarbene Orchidee mit dunklen, samtigen Bl?tenbl?ern. Mit ihr fuhr er durch die schmalen klongs von Bangkok, bis er einen Schreiber fand, der inmitten seiner Schriftrollen in einem dunklen, feuchten Arbeitsraum hinter seinem Laden sa? Der Diener kannte den Schreiber, der einmal im Palast gearbeitet hatte, jedoch seiner mangelhaften Schrift wegen f?r unw?rdig befunden worden war. ?Sawadee Krup, Schreiber?, begr??e der Diener ihn und legte die Orchidee auf seinen Tisch. ?Ich h?e eine Aufgabe f?r dich. Wenn du mir hilfst, kann ich dir Reicht?mer bieten, von denen du bisher nur getr?t hast.? Der Schreiber, der sich, seit er nicht mehr im Palast arbeitete, seinen Lebensunterhalt nur mit M?he verdiente, sah den Diener an. ?Was kann ich f?r dich tun?? Der Diener zeigte auf die Blume. ?Ich m?chte dich bitten, dein Geschick mit Tinte an dieser Orchidee zu beweisen und ihre Bl?tenbl?er schwarz anzumalen.? Der Schreiber bedachte den Diener mit einem Stirnrunzeln, bevor er die Pflanze musterte. ?Ja, das ist m?glich, aber wenn sie neue Bl?ten treibt, sind diese nicht schwarz, und der Schwindel fliegt auf.? ?Wenn sie neue Bl?ten treibt, sind wir beide viele Meilen weit weg und leben wie der Prinz, dem ich diene?, erwiderte der Diener. Der Schreiber nickte und dachte ?ber die Bitte des Dieners nach. ?Komm bei Einbruch der Nacht wieder, um deine Schwarze Orchidee zu holen.? Der Diener kehrte nach Hause zur?ck, wo er seiner Frau sagte, sie solle ihre wenigen Habseligkeiten packen, und ihr versprach, dass sie sich bald schon alles leisten k?nne, was ihr Herz begehre. Au?rdem werde er ihr einen wundersch?nen Palast an einem Ort weit, weit weg errichten. Als er am Abend zum Schreiber zur?ckkehrte, seufzte er beim Anblick der Schwarzen Orchidee auf dessen Tisch vor Freude auf. Er betrachtete ihre Bl?tenbl?er genau und erkannte, dass der Schreiber hervorragende Arbeit geleistet hatte. ?Die Tinte ist trocken und wird nicht an den Fingern Neugieriger haften bleiben?, erkl?e der Schreiber. ?Das habe ich ausprobiert. Vers