Russensommer (gebundenes Buch)

Meine Erinnerungen an die Befreiung vom NS-Regime
ISBN/EAN: 9783570103111
Sprache: Deutsch
Umfang: 220 S.
Format (T/L/B): 2.4 x 22 x 14.3 cm
Einband: gebundenes Buch
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Die Kindheitserinnerungen der bekannten Politikerin an das Kriegsende Der Sommer 1945 hat sich Cornelia Schmalz-Jacobsen tief ins Gedächtnis gebrannt. Sie erlebte das Kriegsende als zehnjähriges Mädchen bei Verwandten an der Ostsee. Den Anmarsch der Russen empfand sie als Befreiung: Endlich war der Krieg mit seinen Berliner Bombennächten vorbei, es bestand keine Gefahr mehr durch SS oder Gestapo. Die Last des jahrelangen Schweigens über die Gesinnung ihrer Eltern - sie waren aktive Nazi-Gegner - fiel von ihr ab. Vor allem aber ihre Freundschaft zu drei jungen Rotarmisten machte diesen Jahrhundertsommer für sie unvergesslich. Auch wenn die Erinnerungen an diese Zeit überwiegend glücklich waren - die dunklen Momente blieben ihr nicht verborgen: So berichtet sie von der diffusen Angst der Frauen vor den Soldaten, von Kriegsgefangenen, von versteckten SS-Leuten und ganzen Familien, die sich nach Ende des NS-Regimes das Leben nahmen. Einfühlsam und berührend schildert Cornelia Schmalz-Jacobsen den Sommer nach dem Ende des Krieges und eröffnet einen überraschenden Blick auf ihre Kindheit in jener dramatischen Zeit.
Cornelia Schmalz-Jacobsen, geb. 1934, hat ein Sprachstudium absolviert und arbeitet seit 1962 als Journalistin. Sie trat 1968 in die FDP ein und hat zahlreich politische Ämter innegehabt: u.a. Stadträtin in München, Senatorin für Jugend und Familie in Berlin, FDP-Generalsekretärin, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Bundestagsabgeordnete sowie Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Ausländer. Außerdem ist sie stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie". Cornelia Schmalz-Jacobsen hat über ihre Eltern ein Buch veröffentlicht: "Zwei Bäume in Jerusalem", in dem sie über den Widerstand ihrer Eltern gegen das Nazi-Regime und ihre Rettungsaktionen für Verfolgte schreibt. (In der "Allee der Gerechten" in Yad Vashem erinnern zwei Bäume an sie.)