Das Resilienz-Buch (kartoniertes Buch)

Wie Eltern ihre Kinder fürs Leben stärken
ISBN/EAN: 9783608961478
Sprache: Deutsch
Umfang: 376 S.
Format (T/L/B): 2.3 x 21.1 x 14 cm
Einband: kartoniertes Buch
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Was können Eltern tun, um ihre Kinder für die Belastungen des Lebens zu stärken? Dieser Frage widmen sich die erfahrenen Kindertherapeuten Robert Brooks und Sam Goldstein. Schritt für Schritt erklären sie, wie wir unseren Kindern dabei helfen können, ihre seelische Widerstandskraft zu entwickeln. Wie kommt es, dass ein Kind Nackenschläge oder eine Niederlage gut wegsteckt, ein anderes dagegen daran zerbricht? Wieso gelingt es manchen Kindern, aus Krisen sogar gestärkt hervorzugehen? Welche Eigenschaften bringen diese Kinder mit, und welche Weichen für seelische Widerstandskraft werden schon in der Kindheit gestellt? Die Autoren, zwei erfahrene Kindertherapeuten, beschreiben, was die Eltern und Erzieher dafür tun können, dass die Kinder 'stark' werden und die entscheidenden Ressourcen erwerben, die es ihnen ermöglichen, ihre Lebensbelastungen erfolgreich zu bewältigen. Sie vermitteln Eltern und Erziehern die Zuversicht, dass sie ihren Kindern vieles mit auf den Lebensweg geben können, was ihnen die seelische Widerstandskraft gibt, die sie benötigen, um später auch selbstständig ihren Weg im Leben zurückzulegen. Was Eltern und Erzieher auszeichnet, die ihren Kindern Resilienz vermitteln können: ? empathisch sein ? richtig kommunizieren ? die Kinder akzeptieren ? negative Lebensskripte ändern ? Kompetenzen der Kinder fördern ? Kindern helfen, Verantwortung übernehmen zu lernen ? Probleme lösen lernen >>> Resilienz lat. resilire = zurückspringen, stammt aus der Biologie und bedeutet dort Spannkraft, Elastizität und Beweglichkeit. Psychologen bezeichnen damit die seelische Widerstandskraft, die uns Krisen und Niederlagen meistern lässt und Schicksalsschläge bewältigen hilft. Resilienz ist der Wille zu überleben. 'Eine meisterhafte Zusammenstellung aktuellen Wissens zum Umgang mit Belastungen und Stress. Sie enthält wohldurchdachte Empfehlungen für Eltern, die ihren Kindern helfen wollen, mit belastenden Umständen umzugehen.' Emmy E. Werner, Ph. D., die Grande Dame der Resilienzforschung
1 Die Träume und die Wunschvorstellungen der Eltern Was wünschen sich Eltern in aller Regel für ihre Kinder? Glück, schulische Erfol ge, Zufriedenheit mit dem Leben, dauerhafte Freundschaften - das ist es, was uns als Antwort auf diese Frage als erstes in den Sinn kommt. Es ist wohl keine zu grobe Vereinfachung, wenn wir bei näherer Überlegung zu dem Schluß kommen, daß unsere Kinder, um diese unsere elterlichen Vorstellungen verwirklichen zu können, sich Tag für Tag kompetent und erfolgreich mit den Anfor derungen und Notwendigkeiten auseinandersetzen müssen, auf die sie in ihrem Lebensumfeld treffen. Diese Bewältigungskompetenz bezeichnen wir als Resilienz. Der Begriff Resilienz umfaßt die Fähigkeit eines Kindes, mit Druck und Belastungen fertigzuwerden, die täglichen Herausforderungen zu bewältigen, sich angesichts von Enttäuschungen oder unerfreulichen und traumatischen Erfahrungen rasch wieder zu fangen, klare und realistische Zielvorstellungen zu entwickeln, Probleme zu lösen, gut mit den Mitmenschen zurechtzukommen, sich selbst und anderen mit Respekt zu begegnen. Zahlreiche wissenschaftliche Unter suchungen über Kinder in schwierigen Lebensumständen stützen das Konzept der Resilienz als eines sehr gewichtigen Faktors. Es erklärt, weshalb manche Kinder mit erschreckenden Hindernissen in ihrem Leben fertigwerden und größte Anstrengungen auf sich nehmen, um sich ihren Weg in ein erfolgreiches Erwachsenenleben zu bahnen, während andere ihren frühen Erfahrungen und Lebensumfeldern zum Opfer fallen. Wir präsentieren das Resilienzkonzept in dieser Weise, weil wir uns wohl alle - unabhängig von unseren ethischen, kulturellen, religiösen oder wissenschaftlichen Überzeugungen - darin einig sind, daß wir alles tun müssen, um unsere Kinder zu lebenstüchtigen Menschen zu erziehen. Daß wir wissen, was getan werden muß, bedeutet allerdings noch nicht, daß wir auch wüßten, wie die Aufgabe zu lösen sein könnte. Viele von uns betrachten die Welt zunehmend als einen Ort, der dem Großziehen von Kindern eher feindlich gesonnen ist. Es wäre aber keine realistische Lösung, die Mauern rund um unsere Familien höherzuziehen und die Haustür zweimal abzuschließen, um eine offensichtlich toxi sche Lebenswelt draußenzuhalten. Die Welt um uns herum als familienfeindlich und für Kinder verderblich zu verteufeln - eine Welt, der wir in Wahrheit doch alle angehören und für deren Zustand wir in einem gewissen Umfang verantwortlich sind -, das wird uns kaum von der unguten Ahnung befreien, daß die Zukunft große Widrigkeiten für unsere Kinder bereithält. In dieser beunruhigenden Situation sind sich wohl die meisten Eltern darin einig, daß Kinder eine kräftige Dosis Resilienz brauchen - aber sie sind sich nicht so sicher, wo sie anfangen sollen. Nach einer unlängst in den Vereinigten Staaten unter Eltern durchgeführten Umfrage ist die Ansicht weit verbreitet, es sei heutzutage sehr viel schwieriger als noch vor zwanzig Jahren, Kinder zu 'guten Menschen' zu erziehen (Donahue 1998): Zwei von drei der befragten Personen haben das Gefühl, ihre Sache 'schlechter' zu machen; drei Viertel geben an, sie versuchten, gewisse Dinge anders zu machen, sie seien aber unsicher, was sie tun sollen oder ob das, was sie tun, letzten Endes sinnvoll ist. Viele meinen, man müßte die Welt um uns herum verändern, aber sie schrecken vor der riesigen Aufgabe zurück, Einfluß auf eine Welt zu nehmen, die sich mit Schallgeschwindigkeit bewegt. Kein Kind ist gegenüber seinem Umfeld immun. In unserer schnellebigen und streßerfüllten Welt nimmt die Zahl der Kinder, die auf Schwierigkeiten treffen, und das Ausmaß der Schwierigkeiten, mit denen Kinder es zu tun haben, dramatisch zu. Selbst Kinder, die zu ihrem Glück gute Voraussetzungen mitbringen, erleben den Druck in ihrem Umfeld und spüren die Erwartungen, die auf ihnen ruhen. Wir sollten also nicht alle unsere Energien auf die Veränderung der Welt um uns herum konzentrieren, sondern mit unseren Veränderungsbemühungen beim Umgang m
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